Maleens Chaos-Leben (Teil 1)
Dies ist Teil 1 der Geschichte „Maleens Chaos-Leben“ von zwei Autorinnen unserer Redaktion. Lest gern rein und seid gespannt auf Teil 2!
Einleitung
Hallo, ich bin Maleen und bin zwölf Jahre alt. Seit ich umgezogen bin, hat sich mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Es fing alles damit an, dass meine Eltern pleite wurden und einen neuen Job brauchten. Es war klar! Wir mussten umziehen. Eines abends saßen wir alle zusammen beim Abendbrot…
NEUANFANG
„Vielleicht könnten wir nach Hawaii fliegen oder nach London ziehen“, schlug Maleen vor. „Nein, mein Schatz. Das ist viel zu teuer. Dein Vater und ich haben uns schon abgesprochen. Morgen geht es los!“, erklärte die Mutter. Schmollend ging Maleen ins Bett.
Nächster Tag:
Es war ungefähr 3:30 Uhr, als Maleens Wecker klingelte. Müde zog sie sich um und stieg ins Auto ein, wo ihre Eltern schon warteten. Zwei Stunden fuhren sie jetzt von Stuttgarg nach Blautopf in Baden-Württemberg. Nach zwei Stunden Fahrt kamen sie endlich in der Feldstraße 17a an. Es war ein kleines Holzhaus mit einem Balkon, einem Doppelzimmer mit zwei Betten und ein Einzelzimmer mit einem Bett.
Das Zimmer mit einem Bett ist Maleens Zimmer. Neben ihrem Kleiderschrank, befindet sich eine Glastür, die zu einem Balkon führt. Maleens Familie hat auch eine Terrasse, die man von unten aus der Küche betreten kann. Klingt vielleicht langweilig aber spät am Abend bzw. ganz früh am Morgen sieht es wunderschön aus wie die orangefarbene Morgen- oder Abendsonne auf das gelbe Getreidefeld stößt. Das weiß Maleen, weil ihre Familie und sie heute Morgen ganz früh gegen 5:30 Uhr angekommen sind. Sie sind sofort auf die Terrasse gestürmt und haben den wunderschönen Ausblick gesehen. Natürlich mit ihren 1000 Taschen und Koffern. Zwischen den beiden Zimmern ist ein Badezimmer, in welchem sie alles haben was man eben so braucht.
,,Hol bitte Brötchen Maleen!“, rief Maleens Vater. Ihr blieb nichts anderes übrig. Sie schlüpfte in ihren Mantel und in ihre Schuhe. Dann ging sie los zum Bäcker. Dort angekommen, war ihre Ausbeute kleiner als gedacht. Es lagen nur noch fünf Körnerbrötchen in der Auslage. Also nahm sie die Brötchen und trat den Rückweg an. Plötzlich ertönte ein leises Quieken aus dem Gebüsch. Langsam schritt Maleen auf das Geräusch zu. Sie zog die Zweige auseinander und was zum Vorschein kam, war außergewöhnlich.
DER RÜCKWEG
Ein niedliches Kaninchen kam ängstlich aus dem Gebüsch hervor. Maleen traute ihren Augen nicht. Lange guckten sie sich in die Augen, bis das Kaninchen voller Angst nach hinten tippelte. ,,Ich tue dir nichts!“, sagte Maleen vorsichtig. Nach einigen Minuten hoppelte das Kaninchen davon. Sie zuckte mit den Schultern und lief den Trampelpfad weiter entlang. Sie lief und lief und lief aber die Straße, wo sie heute eingezogen war, wollte nicht kommen. Gedankenversunken guckte sie sich um. Nanu, wo waren denn die Wegweiser die sie zum Bäcker geführt hatten? Da vorne, ein Haus. Vielleicht konnte sie nach ihrem Heimweg fragen?! Maleen machte sich auf den Weg zu diesem Haus.
,,DING DONG!“ Ein Junge mit braun-blonden gekämmten Haaren öffnete die Tür. Der Junge sagte: ,,Kann ich dir helfen?“ ,,J-J-Jaaa“, stotterte sie. ,,Ich, habe mich verlaufen und weiß nicht wo ich hin muss!“ ,,Wo wohnst du denn und wie heißt du?“, fragte der Junge. ,,Ich heiße Maleen und wohne in der Feldstraße 17a“, sagte Maleen. ,,Und du, wie heißt du?“, fragte sie. ,, Ich heiße Ben“, antwortete er. „Also, du folgst der Straße, biegst rechts ab und dann gehst du zwei mal nach links. Vor dir befindet sich ein Feld, das du überqueren musst! Dahinter ist die Feldstraße“, erklärte Ben. ,,Danke!“, bedankte sich Maleen. Nachdem der Junge die Tür vor ihr zugemacht hatte und sie losging, spürte sie, wie ihre Knie zitterten. Als sie ein kurzes Stück gelaufen war, fing es auch noch an zu regnen! „Verdammt“, fluchte Maleen. Sie rannte los, bog rechts ab, dann zwei Mal links. Schnurstracks lief sie über das Feld. Sie fühlte sich als ob sie einen Marathon gelaufen war. Als sie das Feld überquert hatte, stand sie klitsch nass auf ihrer Fußmatte vor ihrem Haus.
Ihr Vater öffnete die Tür. ,,Was ist denn mit dir passiert Maleen?“ Verdutzt starrte ihr Vater sie an. ,,Es hat geregnet“, antwortete Maleen. ,,Davon sehe ich aber nichts!“, fügte ihr Vater hinzu. Maleen drehte sich abruppt um. Da wo es gerade eben noch in Strömen geregnet hat, schien jetzt die Sonne. ,,Ähm…aber…Ähm ist doch auch egal“, stotterte Maleen und lief in ihr Zimmer. ,,Ich hätte irgendwas tun müssen, damit wir unser vorheriges Haus behalten und genug Geld hätten, um es zu bezahlen.“ Jetzt machte sich Maleen selber Vorwürfe. Sie ging heraus auf die Dachterrasse. Von Weitem näherte sich eine Gestalt. Es war eindeutig ein Junge. Er hielt eine Brötchentüte in der Hand. Dann fiel es Maleen wie Schuppen von den Augen. Sie wusste genau, wer diese Gestalt war.

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